Not Okay ∞
Just watch that already, it’s good to be reminded regularly that sexism, racism and homophobia are not okay at all.
Just watch that already, it’s good to be reminded regularly that sexism, racism and homophobia are not okay at all.
Eine sehr verständliche, aber trotzdem detaillierte und (soweit ich das beurteilen kann, also gar nicht) korrekte Erklärung des Higgs-Bosons. Ihr wisst schon, das Elementarteilchen, dass in den nächsten Monaten endlich am LHC gefunden werden sollte.
Mal wieder Crowdfunding: Ich hatte in meinem Artikel über Podcasts die “The Show with Ze Frank” empfohlen und bedauert, dass es sie nicht mehr gibt. In Zukunft aber wieder, denn im Moment sammelt Ze Geld, um eine Neuauflage der Show zu produzieren. Ich habe ihm ohne großes Nachdenken einen Fünfer zugesteckt, das gleiche solltet ihr auch tun. Eine kleine Motivation: Seine Unterstützer werden schon jetzt an der Planung der Show beteiligt…
Arandor, einer der Hauptverantwortlichen von Nehrim, hat sich ein neues Projekt gesucht: Ein Hörspiel, das die Geschichte von Nehrim weiterspiennt. Mit professionellen Sprechern, einem Studio und dem gewohnten Perfektionismus. Dieses Mal geht es nicht ganz ohne Geld, und genau hier kommt eine Sache ins Spiel, die mich immer wieder an das Gute™ glauben lässt: Crowdfunding. Wir, als Leute, die gerne dieses Hörspiel hören wollen, können Benjamin dabei helfen, sein Projekt zu finanzieren. Es fehlen noch mickrige 190 Euro. Das schaffen wir doch wohl noch!
Seit langem schon zwingt mich mein innerer Nerd dazu, einen sehr genauen Überblick darüber zu behalten, welche Bücher ich gelesen habe. Lange Zeit war dazu Goodreads das Tool der Wahl, das allerdings immer ein wenig umständlich für mich war. Deshalb habe ich mir Shaun Inmans Unplayed, eine kleine Web-App, die er ursprünglich dazu geschrieben hatte, um eine Liste der von ihm gespielten Spiele zu führen, für Bücher angepasst. Das hat dann funktioniert, und ich konnte endlich einmal sehen, was ich im vergangenen Jahr so gelesen hatte.
Im Nachhinein ist es überraschend, wie viele Bücher da zusammengekommen sind. Oder wie wenige, je nach euren Gewohnheiten. Die meisten dieser Bücher fand ich großartig (ich kenne meinen Geschmack inzwischen ganz gut), aber mache sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Diese solltet ihr auch lesen. Es lohnt sich.
William Gibson ist ein faszinierender Autor. Er gilt als der Begründer des Genres Cyberpunk, und hat auch lange Zeit sehr dunkle, lebhafte und, nun, realistische Zukunftsvisionen entworfen. Zukünfte, in denen Zeiss künstliche Augen produziert und Coca-Cola immer noch omnipräsent ist. In den letzten Jahren hat er sich der Gegenwert zugewandt– oder eher der Gegenwart durch die Augen eines Science-Fiction-Autoren betrachtet. Das Ergebnis sind brillant beobachtete Romane, die unserer momentanen Kultur auf den Zahn fühlen. Die einem in einer gewissen Weise die Augen öffnen können gegenüber dem ständigen Chaos der Kulturbildung, gegenüber den Moden, den Trends, den subtilen Ungleichverteilungen der Zukunft. – Bei Amazon kaufen.
Mit der ersten Seite des ersten Zamoniens-Romans bin ich Walter Moers’ Fantasy-Welt verfallen. Eines seiner Bücher zu lesen gleicht einem Spaziergang durch einen sommerlichen Platzregen der Ideen, einer Wanderung durch das Reich der entfesselten Phantasie. Es ist selten, dass ich bei einem Buch laut lache und es trotzdem ernst nehme. Hier ist das der Fall. Unglaublich, fabulös, gigantisch, schwarzhumorig. Unbedingt lesen, wenn ihr auch nur einen Funken Liebe für Literatur, Sprache und Ideen habt. – Bei Amazon kaufen.
Es bietet sich natürlich an, entweder mit dem Beginn seines Oeuvres (Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär) anzufangen, oder zumindest die Stadt der Träumenden Bücher vorher zu lesen.
Ein zutiefst ehrlicher, aber auch dementsprechend illusionsloser Blick hinter die Fassaden unseres Zusammenlebens. Einfach lesen. – Bei Amazon kaufen.
Dieser Roman ist mir als seltsamste Zukunftsvision in Erinnerung geblieben, die mir je begegnet ist. Charles Stross beschreibt eine Menschheit, die sich durch die Erfindung von Teleportation und Replikation vom Diktat des Physischen komplett gelöst hat. Eine Menschheit, die auf unzählige Wohnsatelliten und Planeten verteilt ist, aber durch Teleportations-Gates verbunden bleibt und keinen Gedanken an ihren physischen Aufenthaltsort verschwendet, die ständig ihre Körper nach Stimmung ändern kann, die alles auf der Stelle herstellen kann. Eine Gesellschaft Post-Location, Post-Gender, Post-Alles. Und diese Welt schafft sich nun im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments eine eigene, kleine Vision des 21. Jahrhunderts. Menschen, die sich ihr Geschlecht und ihren Körper wählen können, müssen plötzlich mit den seltsamen Konventionen des Heute zurechtkommen… Selbst das würde ausreichen, um dieses Buch lesenswert zu machen. Stattdessen packt Charles Stross noch eine unglaublich spannende Story oben drauf. – Bei Amazon kaufen.
Ein Klassiker. Wirklich. Und ein Buch, das Fragen aufwirft. Was ist besser: Eine Gesellschaft, in der alle glücklich sind, die aber zutiefst ungerecht und menschenverachtend ist, oder eine, in der Menschen zwar frei, aber unglücklich sind? Ist es besser, in wohltemperiertem Mittelmaß zu leben, oder liegt das wahre Leben im Extremen? Selbst der Autor scheint sich unsicher zu sein, ob er gerade eine bessere Zukunft oder den Bauplan einer Dystopie beschreibt. – Bei Amazon kaufen.
Das ist ein bisschen geschummelt: Ich habe das Buch selbst noch nicht fertig, obwohl ich es schon seit über einem Jahr besitze. Zu meiner Verteidigung: Es ist sehr, sehr dick und sehr, sehr dicht geschrieben. Dafür ist es auch großartig. Eine eindringliche Beschreibung meiner Lieblingsstadt, durch alle Jahrhunderte hindurch, gespickt mit Fakten, Anekdoten und geschichtlichen Details. Wenn man ein paar Seiten list, hat man das Gefühl, beinahe den Gestank des mittelalterlichen Londons zu riechen, die Marktschreier in der Ferne zu hören und das endlos pulsierende Leben dieser Stadt zu spüren. Das beste Geschichtsbuch aller Zeiten. – Bei Amazon kaufen.
Ein weiteres Mal Charles Stross, diesmal mit einem völlig anderen Buch. Ein satirisches Thriller/Science Fiction/Mystery-Roman, in dem Mathematik mit Magie zusammenhängt und die richtige Differentialgleichung Monster heraufbeschwören kann. In so einer Welt sind Informatiker Hexenmeister und Mathematiker Zauberer, aber eine britische Regierungsbehörde hält das alles unter Verschluss. Theoretisch. Wer Douglas Adams mag, wird auch hier seinen Spaß haben. – Bei Amazon kaufen.
Hinweis: Wenn ihr bei Amazon über diese Links einkauft, bekomme ich vielleicht theoretisch irgendwann mal ein paar Prozent des unveränderten Kaufpreises ab, oder so.
THIS MUST BE THE PLACE is a series of short films that explore the idea of home; what makes them, how they represent us, why we need them.
I just watched the most recent one about “The Prime Burger”, a burger place in Manhattan that has been around for 74 years. The amazing camera work really captures the place. Eight minutes well spent.
…und ein großartiges neues Jahr. Mit einer sehr rührenden und zur Abwechslung einmal wahren Geschichte.
Sherlock Holmes/Discworld cross-over fan fiction. The perfect story to read after watching the excellent “Game of Shadows” movie.
Morgen erscheint Skyrim, und ich habe es versäumt, mich darauf zu freuen. Während ich Oblivion kaum erwarten konnte, sitze ich jetzt hier, lese Reviews und verspüre Interesse, aber kaum die selbe nervöse, fußtippende, weihnachtszeitliche Vorfreude. Und irgendwie habe ich beinahe ein schlechtes Gewissen deswegen.
Ich weiß, woran es liegt: An Eleyon. An diesem Projekt, das mich schon so lange Jahre begleitet. Angefangen hat es als unscheinbarer Hausmod, schnell ist es gewachsen, denn am Ende der Mittelstufe hat man noch viel, viel Freizeit. Ich bin stolz darauf. Irgendwo auf meiner Festplatte ruhen kleine Weltfetzen, voller Details, in Bits gegossene glückliche Stunden. Es schmerzt mich zutiefst, dass ihr sie nie besuchen konntet. Denn ich habe es versäumt, rechtzeitig einen Schlusspunkt zu finden. Man muss Projekte beenden, wenn man noch an ihnen arbeiten will, wenn sie noch “warm” sind. Stattdessen habe ich Eleyon liegen lassen, bis es vom Alltag überrollt wurde. Wochen werden zu Monaten, wenn man einmal keine Routine mehr hat, wenn die Arbeit nicht mehr zum Alltag gehört. Das schlechte Gewissen wird immer akuter. Die zwei, drei Monate Freizeit, die Eleyon wirklich gebraucht hätte, sind nie aufgetaucht. Nach dem Abi. Ha! Nach dem Abi kommt erst endloses Grübeln über das Studienfach, gefolgt von Wochen des Zweifelns am Studienort, ein Umzug und plötzlich geht es los. Und dann stelle ich fest, dass die Leute, die mir erzählt haben, dass ein Physikstudium kein Spaziergang ist, gar nicht Unrecht hatten.
Und plötzlich wird mir klar: Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Eleyon ist tot, bedauerlicherweise. Umsonst war es aber nicht. Ich habe viel gelernt über Schaffen, über Geschichten, über Ästhetik, über Planung und über Scheitern. Ich habe großartige Menschen kennengelernt und über einige Umwege hat Eleyon auch dazu beigetragen, mich zu dem zu machen, der ich bin. Und irgendwo existiert dieser Kontinent noch weiter, diese Stadt… man weiß ja nie, wofür man eine Welt noch brauchen kann.
Morgen erscheint Skyrim. Uff. Nach diesen paar Hundert Wörtern fällt es mir ungefähr tausendmal leichter, diesen kurzen Satz zu tippen. Ich habe das Spiel nicht vorbestellt, denn im Moment fehlt mir sowohl die Zeit, die ich so einen Spiel gerne widmen würde als auch ein Computer, der schnell genug ist. Immerhin kann ich mich jetzt ein wenig darauf freuen, wo Eleyon aus dem Weg ist.
So, jetzt habt ihr mir lang genug beim Jammern zugehört. Husch, weg mit dem Browser, Kopfhörer an, Doppelklick und ab nach Skyrim. Grüßt die Drachen von mir.
Steve
An era has ended, and we now sit to reflect on our good fortune for having lived in a time when a true giant walked the Earth.
so eloquently says what I have been trying to put into words. We live in a truly amazing time, and some of its awesomeness is Steve’s work. He has truly, undeniably changed the world we live in. He also was, and is, an inspiration. I am deeply grateful to have shared a planet with him.
Jason Kottke has collected some great stories, thoughts and videos on Steve. Do yourself a favor and read some, or at least watch this video.
Thank you, Steve.
Was ich gerade mache:
Nur, um meine Abwesenheit hier etwas zu entschuldigen: Ich bin gerade dabei, nach Karlsruhe umzuziehen und dort mein Physikstudium anzufangen. Wünscht mir Glück! ;) Sobald meine Tage wieder einen Anschein von Ordnung haben, geht’s hier wieder los.
Wenn es keine Podcasts gäbe, wäre meine Wohnung in einem katastrophalen Zustand, in der Küche würde der Schimmel auf den Stapeln ungewaschenere Teller nicht nur eine Zivilisation gründen, sondern schon die Mondlandung planen und auf dem Boden würden sich die mannshohen Staubhaufen langsam der kritischen Masse annähern.
Stattdessen herrscht ein relativ hohes Maß an Ordnung, was nur daran liegt, dass Podcasts langwierige, aber geistig anspruchslose Aufgaben erträglich machen. Wenn ich staubsaugen muss, höre ich kaum die infernalischen, an ein schlechtes Screamo-Konzert erinnernden Klänge des Staubsaugers, sondern Tim Pritlove, wie er einen seiner Gäste fachgerecht interviewt. Während meine Hände Teller einsortieren oder im Risotto rühren, kann sich der Rest meiner Person darauf konzentrieren, die Feinheiten von Ruby on Rails zu verstehen. Oder mit Holgi über Esoteriker lachen.
Natürlich, Stille beim Ausführen einer einfachen Tätigkeit kann auch hilfreich sein, dem Kehren einen beinahe meditativen Charakter geben. Denn ohne etwas, das intensive Konzentration erfordert, kann der Geist wandern, auf neue Ideen kommen. Jack Cheng hat dazu das wunderbare Essay “Doing the Dishes” geschrieben.
Es ist eine poetische Vorstellung, bei hirnloser Arbeit nur mit den eigenen Gedanken allein zu sein und so kreativ zu werden. Bei ständiger Berieselung verliert man auf Dauer auch jegliche Ruhe und vermutlich irgendwann den Verstand. Trotzdem, Transzendieren beim Staubsaugen stelle ich mir eher schwierig vor. Nachdenken bleibt wohl eher den stillen Aktivitäten vorbehalten, dem Blick aus dem Fenster mit einer Tasse Tee. Außerdem kann sich niemand pausenlos in seinen eigenen Geisteswelten bewegen–so schön das auch sein mag–neue Ideen und Blickwinkel kommen nur von Außen.
Bei mir ist diese Quelle–neben Twitter–das Anhören von Podcasts. Sie sorgen dafür, dass ich Zeit, in der ich Aufgaben erledigen muss, die mir keinen besonderen Spaß machen, nicht mehr als “verschwendet” ansehe, sondern mich geradezu darauf freue. Inzwischen hat es den Punkt erreicht, an dem ich größere Haushaltsaufgaben aufschiebe, bis eine neue Ausgabe meiner Lieblingspodcasts vorliegt. Was das über mich aussagt, möchte ich gar nicht so genau wissen.
Hier eine Liste mit den Podcasts, die ich momentan einigermaßen regelmäßig höre. Da ist für jeden was dabei!
In diesem Podcast unterhalten sich Tim Pritlove und Holger Klein über… Hm. Über was eigentlich? Vermutlich über schlicht und einfach alles. Was dieses “alles” ist, variiert von Sendung zu Sendung. Immer wiederkehrende Themen sind Politik (das Versagen derselben), Essen und Trinken (mit On Air Öffnen und Verzehren von Geschenken), Medien (Filme, Musik, Bücher, Massenmedien) und Gesellschaft. Der Grundton ist absurd-selbstironisch, das Lachen dient Holgi aus Ausweg aus dem Wahnsinn der Welt. Die Aufnahmeprüfung eines jeden Fans in die Bruderschaft der NSFW-Hörer ist, in der S-Bahn einmal komisch angeguckt zu werden, weil man sich wegen NSFW lachend auf dem Boden wälzt.
Der Reiz von NSFW liegt im Unerwarteten, in der thematischen Abschweifen der beiden Podcaster, die unglaublich viel zu erzählen haben und dabei nicht langweilig werden. Bei den meisten anderen wäre dieses Format wohl unerträglich, die beiden bilden eine großartige Ausnahme.
Martin Pittenauer und Dominik Wagner, beide Mac-Entwickler, besprechen angenehm unaufgeregt und reflektiert das Tagesgeschehen in der Tech-Szene, empfehlen Filme und Spiele, beantworten Hörerfragen und berichten über die Verirrungen der Netzpolitik. Die beiden fassen sich recht kurz, was der Qualität der Nachbereitung auf jeden Fall zugute kommt (Kapitelmarken!), aber natürlich auch ein bisschen schade ist, denn den beiden Nerds höre ich gerne zu.
Wrint ist ein recht junges Podcastprojekt von Holger Klein, eine Internet-Call-In-Sendung. Normalerweise ein Format, dass ich zutiefst verabscheue, funktioniert die Kombination aus Holgi und den wirklich unglaublich interessanten Anrufern perfekt. Höre ich besonders gern beim Autofahren, keine Ahnung, warum.
Tim Pritlove (schon wieder!), Max Winde (http://twitter.com/343max), hukl (http://twitter.com/hukl) und Dennis Ahrens (http://twitter.com/denis2342) sprechen in epischer Länge (Folgen von über -drei- vier Stunden Länge sind normal) über alles, was auch nur ansatzweise mit Apple in Verbindung zu bringen ist. Dazu kommen noch Diskussionen über generelle Entwicklungen im Internet, gelegentlich auch Netzpolitik. Die große Anzahl an Podcastern stellt sicher, dass Themen differenziert betrachtet und ausführlich diskutiert werden. So ergeben sich auch die langen Folgen, die ich aber mit Freude in voller Länge höre.
Der Klassiker: Ein Interviewpodcast mit Tim Pritlove und immer wechselnden Gästen und Themen. Eine Ausgabe ist immer einem ganz bestimmten Thema gewidmet, das intensiv besprochen wird. Nach den ungefähr zwei Stunden, die eine Folge dauert, habe ich immer das Gefühl, meinen Wissenshorizont um ein gutes Stück erweitert zu haben.
Dieser Podcast passt nicht so richtig ins Bild(Ha!), denn es handelt sich um einen Videopodcast. Und zwar einen alten, nämlich von 2006 und 2007. Er ist das Ergebnis eines Experiments: zefrank wollte jeden Tag eine Folge aufnehmen, und hat dieses Ziel auch beinahe durchgehend eingehalten. Bei jedem Anderen wäre wohl stundenweise Langeweile das Ergebnis gewesen, der herrlich surrealistische Humor des Herrn zefrank, der immer wirkt, als würde ihm ernstlich Schlaf fehlen, macht jede Episode zu einem neuen Erlebnis. Er singt, der kommentiert das politische Tagesgeschehen, denkt sich die absurdesten Aufgaben für seine Hörer aus– absolut sehenswert. Im Moment gibt es einen “Replay”-Podcast, der die Folgen jetzt, also fünf Jahre später, an ihren ursprünglichen Tagen wiederholt. Es ist erschreckend, wie aktuell das eine oder andere bissige Kommentar zur Politik auch heute noch ist.
Michael Seemann und Max Winde sind zwei Menschen, die sehr viel Zeit damit verbringen, über das Internet und seine Bedeutung für die Gesellschaft nachzudenken, die auch die Diskurse verfolgen, die im Moment die “Netzgemeinde” beschäftigen. In ihrem Podcast diskutieren die beiden dann über diese Themen und stellen teilweise sehr gewagte Thesen auf. Ich bin selten uneingeschränkt mit dem einverstanden, was die beiden sagen, doch genau das macht den Reiz dieses Podcasts aus. Dadurch, dass die beiden ihre jeweiligen Meinungen ausbreiten und zuspitzen, werde ich dazu gezwungen, mir eine eigene zu bilden. Mir darüber klar zu werden, was Privatsphäre in Zeiten des Netzes bedeutet, ob materieller Besitz in naher Zukunft überflüssig ist oder wie ich über die Revolutionen im arabischen Raum denke, nur um eine Handvoll Beispiele zu nennen. Leider ist diese Empfehlung inzwischen veraltet, während dieser Artikel in der Korrekturhölle feststeckte, haben sich die beiden über irgendetwas Absurdes derart zerstritten, dass es keine weiteren Folgen mehr geben wird. Schade. Ich hoffe, dass der neue Podcast Logbuch:Netzpolitik die Lücke füllen kann.
Ich erfahre die aktuellsten Nachrichten über Twitter, allerdings kommen selten die wirklichen Meldungen bei mir an, sondern nur die Meta-Scherze über die Berichterstattung. Es hat zwar eine eigene Faszination, aus einem Witz die tatsächliche Nachricht abzuleiten, aber manchmal ist klassische, beinahe altmodische Berichterstattung genau das richtige. Und wer bietet sich da besser an als die BBC? Genauer gesagt der Global News Podcast, der zweimal täglich erscheint und einen guten Überblick über das weltpolitische Tagesgeschehen bietet, ohne sich zu sehr in der Lokalpolitik einzelner Staaten zu ergehen. Besonders amüsant ist es natürlich immer dann, wenn über Deutschland berichtet wird, denn die Außenperspektive ist immer wieder faszinierend.
Ein Großteil der Berichterstattung wird von den Korrespondenten vor Ort bestritten, die wiederum direkt Betroffene interviewen. Auf diese Weise kommt man auch mit den seltsamsten Akzenten und Dialekten der englischen Sprache in Kontakt.
Es scheint normal zu sein, dass Podcasthörer irgendwann das Bedürfnis entwickeln, selbst mit dem Produzieren anzufangen. In meinem Fall habe ich mich mit einer Handvoll Bekannten aus dem shackspace zusammengetan, um über Serien zu reden. Ganz schamlos ist diese Empfehlung allerdings auch nicht, denn ich höre mir wirklich gerne die Folgen an, die wir produzieren. Natürlich am liebsten die, bei denen ich nicht dabei bin… meiner eigenen Stimme zu begegnen finde ich immer noch unheimlich.
Immer, wenn ich bei Vapiano bin, bewundere ich die Idee, die dahinter steht, die simple Eleganz einer offenen Küche, bei der man direkt beim Koch sein Essen bestellt, die einfachen Rezepte und die Qualität des Essens. Vor allem die Spaghetti Carbonara1 haben es mir angetan. Deshalb habe ich heute versucht, das Rezept nachzuahmen, mit etwas Hilfe aus dem Internet. Es hat erstaunlich gut geschmeckt, ging schnell und war auch angenehm unanstrengend. Von allen Carbonara-Varianten, die mir bis jetzt unterkommen sind, ist diese eine der besten.2
Für die Leser, die im Internet herumirren und nichts außer kalter Pizza zu essen haben hier das Rezept.3
Knoblauch und Zwiebel würfeln. Speck auch, wenn er nicht schon fertig gekauft wurde. Die Chili-Schote in kleine Stücke schneiden. Spaghettiwasser aufsetzen. Parmesan reiben. Schlagsahne bereitstellen, in der Spüle einen Sieb vorbereiten. Einen Podcast auflegen.
In einer einigermaßen großen Pfanne (ha! Du glaubst doch nicht, dass ich hier genau bin, oder?) etwas (ha!) Olivenöl erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Speck hineinwerfen. Auf mittlerer Flamme etwas anbraten, zeitgleich die Spaghetti ins kochende Wasser werfen. Dem Wasser ausweichen. Aufwischen.
Nach ein bis zwei Minuten erst die Chili-Stücke zum Speck geben, dann die Sahne hinzu leeren. Die Flamme etwas zurücknehmen, warten, bis die Sahne langsam zu kochen beginnt, das Eigelb hinzugeben und unterrühren. Währenddessen mit Pfeffer, Muskat und etwas Salz würzen. Die Soße vor sich hin brodeln lassen, ständig rühren, bis sie schön dick geworden ist. Jetzt ein wenig Parmesan hinzugeben, rühren. Die Spaghetti sollten inzwischen wunderbar al dente sein. Abgießen und zu der Soße in die Pfanne werfen. Voller Wut rühren. In einen Teller schütten.
Mehr Parmesan darüber reiben, hinsetzen und essen.
Aufräumen, abspülen.
(Und ja, der Untertitel wird mir einen Besuch der Pun Police einbringen. Bring it.)
1↩ Ja, ich weiß, dass man Spaghetti Carbonara korrekterweise ohne Sahne macht. And I don’t care. Sahne ist super.
2↩ Eine davon ist die Version mit viel mehr Eiern und ohne Sahne, die auch super schmeckt, mir aber immer zu viel Gejammer von Leuten provoziert, die sich mit dem Gedanken, halbrohes Ei zu essen nicht anfreunden können. Was micht dazu zwingt, Spaghetti und Soße zu lange zu kochen, was wiederum Rührei-Spaghetti mit Speck und Parmesan produziert.
3↩ Deine Mutter benutzt auch Klischees.
About one minute in I completely lost track of who was the man and who was the woman.
Feeling down? Watch this.
Hi, I'm Marcel. This is where I put stuff on the internet. You can follow me on Twitter, or read the about page (if you're into that sort of thing).